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WH SelfInvest im Test 2026

Wie gut ist WH SelfInvest wirklich?

82/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10
82/100
Punkte

WH SelfInvest wurde 1998 in Luxemburg gegründet, unterliegt der Aufsicht der luxemburgischen CSSF und betreibt eine von der BaFin beaufsichtigte Zweigniederlassung in Frankfurt am Main. Wir haben den Broker nach der CFD-Methodik und nicht nach der Depot-Methodik bewertet: Das Geschäft ist auf aktive Trader mit gehebelten Produkten ausgerichtet – Futures, CFDs und Devisen über die Plattformen NanoTrader, MetaTrader 4 und ProStation –, während echte Aktien und ETFs zwar handelbar sind, aber weder Sparpläne noch ein klassisches Anlegerdepot im Zentrum stehen. Bewertet wurden Handelskosten, Regulierung und Anlegerschutz, Handelsangebot, Plattform und Ausführung sowie Service und Ausbildung.

Die Highlights unseres WH SelfInvest Tests

  • WH SelfInvest erreicht im Test 82 von 100 Punkten.
  • Deutsche Zweigniederlassung in Frankfurt unter BaFin-Aufsicht, Kundengelder getrennt bei der Postbank.
  • Anlegerentschädigung über den luxemburgischen SIIL bis 20.000 Euro, Bareinlagen zusätzlich über den FGDL bis 100.000 Euro.
  • Über 5.000 CFDs, unbefristetes Demokonto und mehrmals wöchentlich kostenfreie Webinare auf Deutsch.

1 Handelskosten

21/30
Punkte
WH SelfInvest bietet zwei Preismodelle. Im kommissionsbasierten Modell nennt der Broker für EUR/USD Spreads ab 1,0 Pip zuzüglich Kommission, im spreadbasierten Modell werden für EUR/USD Werte ab 0,8 Pips genannt; im Mini-Konto gilt ausschließlich die feste Spread-Variante mit 1,6 Pips (Stand 09/2026). Der Broker veröffentlicht damit nur Ab-Werte und keine gemessenen Durchschnittsspreads, weshalb wir nicht die oberste Stufe vergeben. Die Kommission liegt im Standardkonto bei 3,50 Euro je 1.000 US-Dollar, was einem Round Turn von 7 Euro entspricht; im Mini-Konto wird stattdessen mit 0,007 Prozent ohne Mindestgebühr abgerechnet. Die Finanzierungskosten für Übernachtpositionen legt WH SelfInvest offen: Sie richten sich nach den Leitzinsen der Basiswährungen, als Berechnungsgrundlage nennt der Broker den Referenzzins zuzüglich 2,5 Prozent bei Long- und abzüglich 2,5 Prozent bei Short-Positionen. Damit ist die Swap-Berechnung nachvollziehbar dokumentiert und der Aufschlag marktüblich. **Punktevergabe (21/30):** Für den EUR/USD-Spread vergeben wir 6 von 12 Punkten (Stufe bis 1,5 Pips), weil nur Ab-Werte veröffentlicht werden und das Mini-Konto fest bei 1,6 Pips liegt. Die Kommission von rund 7 Euro Round Turn ergibt 5 von 8 Punkten (Stufe bis 10 US-Dollar). Die vollständig veröffentlichte und marktübliche Swap-Formel bringt die vollen 10 Punkte.

2 Regulierung & Anlegerschutz

26/32
Punkte
WH SelfInvest S.A. unterliegt der Aufsicht der luxemburgischen CSSF und unterhält lizenzierte Zweigniederlassungen in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Die deutsche Zweigniederlassung in Frankfurt am Main wird von der BaFin beaufsichtigt; als Depotbank der deutschen Niederlassung fungiert die Postbank in Frankfurt. Damit ist die stärkste von unserer Methodik vorgesehene Aufsichtsvariante erfüllt. Kundengelder werden getrennt vom Vermögen des Unternehmens auf segregierten Konten geführt, sodass der Broker im Insolvenzfall keinen Zugriff darauf hat. Für Bareinlagen greift in Luxemburg der Fonds de Garantie des Dépôts Luxembourg mit bis zu 100.000 Euro je Einleger, für Wertpapiergeschäfte das Système d'indemnisation des investisseurs Luxembourg mit bis zu 20.000 Euro je Anleger. Negativsaldoschutz für Privatkunden und die ESMA-konformen Hebelbegrenzungen sind dokumentiert. Zur Verlustquote fanden wir in Risikohinweisen des Brokers und seiner Partner Werte von 76 Prozent, in anderen Quellen Spannen zwischen 74 und 89 Prozent; eine aktuelle, gut sichtbar auf der Startseite geführte Quote konnten wir nicht eindeutig belegen. **Punktevergabe (26/32):** Die BaFin-beaufsichtigte deutsche Zweigniederlassung ergibt die vollen 10 Punkte. Getrennte Kundengeldkonten plus Anlegerentschädigung von 20.000 Euro bringen die vollen 8 Punkte. Negativsaldoschutz und ESMA-konforme Hebel ergeben die vollen 6 Punkte. Beim Kriterium Verlustquote bewerten wir deren Höhe: Der vom Broker selbst genannte Wert von 76 Prozent liegt in der Stufe bis 80 Prozent und ergibt 2 von 8 Punkten.

3 Handelsangebot

14/14
Punkte
WH SelfInvest ermöglicht den Handel mit mehr als 5.000 CFDs. Der Basiswertekatalog umfasst Aktien aus 17 Ländern, 42 Indizes, 9 Energiekontrakte, 10 Metallkontrakte auf Kassa- und Futures-Märkte, 17 Agrarrohstoffe sowie 11 Zins- und Anleihekontrakte. Eine Besonderheit sind Cash-CFDs auf Rohstoffe ohne Verfallsdatum, die auch für längerfristige Positionen taugen. Damit deckt der Broker alle vier von unserer Methodik geprüften Anlageklassen ab: Devisen, Indizes, Rohstoffe und Aktien. Darüber hinaus ist WH SelfInvest kein reiner CFD-Anbieter: Über das Multi-Asset-Konto sind echte Futures, Aktien, ETFs und Optionen an über 150 Börsen mit mehr als einer Million Instrumenten handelbar. Gerade die echten Futures stehen bei diesem Broker im Zentrum und unterscheiden ihn von vielen Wettbewerbern. **Punktevergabe (14/14):** Über 5.000 handelbare Basiswerte ergeben die vollen 5 Punkte. Die vollständige Abdeckung von Devisen, Indizes, Rohstoffen und Aktien bringt die vollen 5 Punkte. Weil zusätzlich echte Aktien und ETFs handelbar sind, gibt es auch hier die vollen 4 Punkte.

4 Plattform & Ausführung

13/16
Punkte
Der Broker stellt mehrere Plattformen bereit: MetaTrader 4, die hauseigene NanoTrader-Plattform sowie ProStation, ergänzt um den mobilen Zugang. NanoTrader ist wahlweise in einer kostenfreien Basisversion oder als Vollversion für 29 Euro im Monat nutzbar. Alle drei Plattformen stehen auch als Demokonto zur Verfügung. Zum Ausführungsmodell erklärt WH SelfInvest ausdrücklich, kein Market Maker zu sein und deshalb keinen Interessenkonflikt mit dem Kunden zu haben; als Stärke werden stabile Spreads und die Ausführungsqualität bei Index-CFDs genannt. Eine veröffentlichte Ausführungsstatistik, die diese Aussage mit Zahlen unterlegt, haben wir nicht gefunden – wir vergeben deshalb nur die mittlere Stufe. Bei den Analysewerkzeugen ist NanoTrader dagegen sehr gut ausgestattet: über 90 Handelsstrategien, eine breite Auswahl an Charttypen, 15 Varianten der Stop-Loss-Order sowie Chart-Scanner und Screener. **Punktevergabe (13/16):** MetaTrader 4 plus eigene Plattformen und mobiler Zugang ergeben die vollen 6 Punkte. Für das Ausführungsmodell vergeben wir 3 von 6 Punkten, weil es benannt, aber nicht durch eine veröffentlichte Statistik belegt ist. Die umfangreichen Charting- und Analysewerkzeuge bringen die vollen 4 Punkte.

5 Service & Ausbildung

8/8
Punkte
Der Service ist auf den deutschsprachigen Markt zugeschnitten. Mitarbeiter geben telefonisch und per E-Mail auf Deutsch Auskunft, sowohl zum Produktangebot als auch bei technischen Problemen. In der Frankfurter Niederlassung bietet WH SelfInvest zusätzlich persönliche Beratungstermine an – im CFD-Segment eine Seltenheit. Das Demokonto ist kostenfrei und unbefristet nutzbar, und zwar für alle drei Plattformen. Beim Ausbildungsangebot finden mehrmals pro Woche kostenfreie Webinare in deutscher Sprache statt; ergänzend können sich Anleger für Seminare registrieren, die monatlich in großen deutschen Städten abgehalten werden. **Punktevergabe (8/8):** Deutschsprachige Hotline und E-Mail-Support ergeben die vollen 4 Punkte. Das unbefristete Demokonto bringt die vollen 2 Punkte. Regelmäßige deutschsprachige Webinare plus Präsenzseminare ergeben die vollen 2 Punkte.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Deutsche Zweigniederlassung in Frankfurt unter BaFin-Aufsicht, Kundengelder getrennt bei der Postbank
  • Anlegerentschädigung bis 20.000 Euro über den SIIL, Bareinlagen bis 100.000 Euro über den FGDL
  • Über 5.000 CFDs plus echte Futures, Aktien, ETFs und Optionen an über 150 Börsen
  • NanoTrader mit über 90 Handelsstrategien, 15 Stop-Loss-Varianten sowie Scannern und Screenern
  • Unbefristetes Demokonto, deutschsprachige Webinare mehrmals pro Woche und Präsenzseminare

Nachteile

  • Nur Ab-Werte bei den Spreads, keine veröffentlichten Durchschnittsspreads; im Mini-Konto fest 1,6 Pips für EUR/USD
  • Keine veröffentlichte Ausführungsstatistik, obwohl der Broker die Ausführungsqualität als Argument führt
  • Verlustquote von rund 76 Prozent, zudem nur in den standardisierten Risikohinweisen auffindbar
  • NanoTrader in der Vollversion kostet 29 Euro im Monat
  • Kommission von rund 7 Euro Round Turn je Standardlot verfehlt die günstigste Stufe unserer Methodik

Fazit: WH SelfInvest im Test

82/100
Sehr Gut (1,9)

WH SelfInvest erreicht 82 von 100 Punkten und ist damit einer der stärksten Anbieter im CFD- und Futures-Segment. Aufsichtsrechtlicher Rahmen, Anlegerschutz, Produktbreite und Betreuung sind auf Spitzenniveau, Abzüge gibt es bei der Transparenz der Handelskosten, der Ausführungsqualität und der Verlustquote von rund 76 Prozent. Der Broker passt für aktive Trader, die Wert auf echte Futures, deutschsprachige Betreuung und eine BaFin-beaufsichtigte Niederlassung legen, nicht für Gelegenheitsanleger mit Sparplanabsicht.

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