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Pepperstone im Test 2026

Wie gut ist Pepperstone wirklich?

BaFin-reguliert 78/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10
78/100
Punkte

Die Pepperstone GmbH mit Sitz in der Neubrückstraße 1 in Düsseldorf ist die deutsche Gesellschaft des australischen Brokers Pepperstone und verfügt über eine BaFin-Erlaubnis (BaFin-ID 10151148). Das Angebot besteht ausschließlich aus Differenzkontrakten und Devisenhandel, weshalb wir nach unserer CFD- und Forex-Methodik bewerten. Grundlage sind die öffentlichen Kontomodelle Razor und Standard sowie das Dokument zu Kosten und Gebühren (Stand 09/2026).

Die Highlights unseres Pepperstone Tests

  • Pepperstone erreicht im Test 78/100 Punkte.
  • Im Razor-Konto beginnt der EUR/USD-Spread bei 0,1 Pips, dazu kommen 3,50 US-Dollar Kommission je Seite und Standardlot.
  • BaFin-Erlaubnis, segregierte Kundengelder und Absicherung über die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen.
  • MetaTrader 4 und 5, cTrader und TradingView stehen zur Verfügung – echte Wertpapiere gibt es dagegen nicht.

1 Handelskosten

22/30
Punkte
Im Razor-Konto beginnt der Spread im Paar EUR/USD bei 0,1 Pips und liegt damit an der Spitze des Marktes. Dafür fällt eine Kommission an: 3,50 US-Dollar je Seite und Standardlot, also rund 7 US-Dollar je Round Turn, auf Euro-Konten 2,60 Euro je Seite. Im Standard-Konto entfällt die Kommission, dafür ist der Spread erkennbar breiter. Die Finanzierung von Übernachtpositionen berechnet Pepperstone auf Basis des TomNext-Satzes zuzüglich eines Aufschlags von bis zu 3 Prozent. Die Formel steht im Dokument zu Kosten und Gebühren, die konkreten Sätze je Instrument sind in den Kontraktspezifikationen der Handelsplattform hinterlegt und damit erst nach Anmeldung vollständig einsehbar. **Punktevergabe (22/30):** Der Spread ab 0,1 Pips im Razor-Konto erreicht die Spitzenstufe und bringt die vollen 12 Punkte. Die Kommission von rund 7 US-Dollar je Round Turn liegt über der Schwelle von 6 US-Dollar und ergibt 5 von 8 Punkten. Weil die Swap-Sätze zwar nach dokumentierter Formel berechnet, aber nur in der Plattform konkret ausgewiesen werden und der Aufschlag bis zu 3 Prozent beträgt, vergeben wir 5 von 10 Punkten.

2 Regulierung & Anlegerschutz

28/32
Punkte
Deutsche Kunden werden von der Pepperstone GmbH betreut, die eine eigene Erlaubnis der BaFin besitzt (BaFin-ID 10151148). Damit unterliegt der Broker deutschem Aufsichtsrecht. Zu beachten ist, dass die BaFin wiederholt vor gefälschten Domains gewarnt hat, die den Namen Pepperstone missbrauchen – Kunden sollten die Adresse sorgfältig prüfen. Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen verwahrt, zusätzlich greift die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen mit 90 Prozent bis maximal 20.000 Euro. Negativsaldoschutz für Privatkunden und die ESMA-Hebelgrenzen sind umgesetzt. Die gesetzlich vorgeschriebene Verlustquote weist Pepperstone mit 74,8 Prozent verlierender Privatanlegerkonten gut sichtbar aus. **Punktevergabe (28/32):** Die BaFin-Erlaubnis bringt 10 Punkte, segregierte Kundengelder mit Entschädigungseinrichtung 8 Punkte, Negativsaldoschutz und ESMA-konforme Hebel 6 Punkte. Beim Kriterium Verlustquote bewerten wir die Höhe: 74,8 Prozent liegen knapp in der Stufe bis 75 Prozent und ergeben 4 von 8 Punkten.

3 Handelsangebot

8/14
Punkte
Pepperstone bietet über 1.350 CFD-Instrumente an. Das reicht für die allermeisten Strategien aus, liegt aber deutlich unter dem, was Vollsortimenter wie IG auffahren. Abgedeckt sind Devisen, Indizes, Rohstoffe und Aktien, ergänzt um Kryptowährungs-CFDs. Echte Wertpapiere sind nicht im Angebot: Wer Aktien oder ETFs tatsächlich ins Depot legen möchte, braucht dafür einen zweiten Anbieter. Pepperstone ist damit ein reiner Spezialist für gehebelte Produkte – für langfristigen Vermögensaufbau ist der Broker nicht gedacht. **Punktevergabe (8/14):** Über 1.350 Basiswerte liegen in der Stufe ab 1.000 und ergeben 3 von 5 Punkten. Alle vier Anlageklassen bringen die vollen 5 Punkte. Weil ausschließlich Differenzkontrakte gehandelt werden, gibt es beim Kriterium echte Wertpapiere 0 von 4 Punkten.

4 Plattform & Ausführung

13/16
Punkte
Die Plattformauswahl ist eine klare Stärke: MetaTrader 4, MetaTrader 5, cTrader und TradingView stehen ebenso zur Verfügung wie die eigene Pepperstone-Plattform und Apps für iOS und Android. Wer automatisierte Strategien über Expert Advisors fährt, findet damit die gewohnte Umgebung vor. Beim Thema Ausführung benennt Pepperstone das Modell und wirbt mit einer durchschnittlichen Ausführungsgeschwindigkeit von rund 30 Millisekunden. Eine fortlaufend veröffentlichte Ausführungsstatistik, wie sie einzelne Wettbewerber bereitstellen, konnten wir dagegen nicht finden. Das Charting profitiert von cTrader und TradingView und bietet umfangreiche Indikatoren, Zeichenwerkzeuge und Kursalarme. **Punktevergabe (13/16):** MetaTrader 4 und 5 plus eigene Plattform und App ergeben die vollen 6 Punkte. Weil das Ausführungsmodell benannt, aber keine Ausführungsstatistik veröffentlicht ist, vergeben wir 3 von 6 Punkten. Die umfangreichen Analysewerkzeuge bringen die vollen 4 Punkte.

5 Service & Ausbildung

7/8
Punkte
Der deutschsprachige Support ist rund um die Uhr an fünf Handelstagen erreichbar, telefonisch unter +49 211 81999940 sowie per E-Mail und Chat. Für aktive Trader, die auch außerhalb der deutschen Bürozeiten handeln, ist die 24/5-Erreichbarkeit ein spürbarer Vorteil gegenüber Anbietern mit festen Servicezeiten. Schwächer ist das Demokonto: Es läuft nach 30 Tagen ab. Wer eine Strategie über mehrere Monate testen möchte, muss also ein neues Konto anlegen. Die deutschsprachige Akademie bietet strukturierte Lerninhalte und regelmäßige Webinare, unter anderem zu Handelsstrategien und Risikomanagement. **Punktevergabe (7/8):** Deutschsprachige Hotline und E-Mail-Support bringen die vollen 4 Punkte. Das auf 30 Tage befristete Demokonto ergibt 1 von 2 Punkten, das strukturierte deutschsprachige Schulungsangebot mit Webinaren die vollen 2 Punkte.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • EUR/USD-Spread ab 0,1 Pips im Razor-Konto
  • BaFin-Erlaubnis der deutschen Pepperstone GmbH, segregierte Kundengelder und Entschädigungseinrichtung
  • Verlustquote wird transparent und gut sichtbar ausgewiesen
  • MetaTrader 4 und 5, cTrader und TradingView plus eigene Plattform und Apps
  • Deutschsprachiger Support rund um die Uhr an fünf Handelstagen

Nachteile

  • Kommission von rund 7 US-Dollar je Round Turn im Razor-Konto
  • Übernachtfinanzierung mit Aufschlag von bis zu 3 Prozent, konkrete Sätze nur in der Plattform einsehbar
  • Keine echten Aktien oder ETFs handelbar
  • Demokonto nur 30 Tage nutzbar
  • Keine veröffentlichte Ausführungsstatistik
  • 74,8 Prozent der Privatanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel Geld

Fazit: Pepperstone im Test

78/100
Gut (2,1)

Pepperstone ist ein konsequent auf aktive Trader zugeschnittener Broker: enge Spreads, BaFin-Erlaubnis und die volle Plattformauswahl von MetaTrader bis TradingView. Wer Buy-and-Hold betreiben oder echte Wertpapiere ins Depot legen will, ist hier falsch. Punktabzüge gibt es für die Kommission, die intransparent kommunizierten Swap-Sätze, das befristete Demokonto und die Verlustquote von 74,8 Prozent, die zeigt, wie riskant das gehandelte Produkt selbst ist.

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