OSKAR Logo

OSKAR im Test 2026

Wie gut ist OSKAR wirklich?

77/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10
77/100
Punkte

Echte Kundenerfahrungen fließen in unsere Bewertung ein

OSKAR ist ein digitaler Vermögensverwalter, der ETF-Portfolios über fünf Risikostufen verwaltet und sich gezielt an Familien und langfristige Sparer richtet. Wir haben OSKAR nach unserer Robo-Advisor-Methodik bewertet, die Gesamtkosten, Anlagestrategie und Nachweisbarkeit prüft. Die vorherige Bewertung nach der Depot-Methodik war fachlich unzutreffend, weil OSKAR keine kundenseitigen Order ausführt.

Die Highlights unseres OSKAR Tests

  • OSKAR erreicht im Test 77/100 Punkte.
  • Die Servicegebühr ist gestaffelt: 1,0 % p.a. unter 10.000 Euro, 0,8 % p.a. bis 50.000 Euro und 0,7 % p.a. ab 50.000 Euro (Stand September 2026).
  • Die Produktkosten der OSKAR-klassik-Strategien liegen bei nur 0,14 % p.a.
  • Das Anlageuniversum umfasst Aktien, Anleihen und Gold – damit als eines von zwei Portfolios im Test mehrere Anlageklassen.

1 Kosten

20/32
Punkte
OSKAR arbeitet mit einer volumenabhängigen Staffel: Für Anlagebeträge unter 10.000 Euro fällt 1,0 % p.a. an, zwischen 10.000 und 50.000 Euro 0,8 % p.a. und ab 50.000 Euro 0,7 % p.a. Wir bewerten wie bei allen Anbietern die Einstiegsstufe, weil sie für die Mehrzahl der Privatanleger maßgeblich ist. Die Depotführung ist kostenlos, performanceabhängige Gebühren fallen nicht an. Die externen Produktkosten der eingesetzten Finanzinstrumente betragen bei den OSKAR-klassik-Strategien 0,14 % p.a. und gehören damit zu den niedrigsten im Testfeld. In der Summe ergeben sich für kleine Depots dennoch rund 1,14 % p.a. Gesamtkosten – der zweithöchste Wert im Test. Erst ab 50.000 Euro nähert sich OSKAR mit rund 0,84 % p.a. dem Marktdurchschnitt an. **Punktevergabe (20/32):** Die Servicegebühr von 1,0 % p.a. in der Einstiegsstufe fällt gerade noch in die Kategorie "≤ 1,00 %" und bringt 4 von 16 Punkten. Die sehr niedrigen Produktkosten von 0,14 % p.a. ergeben die vollen 10 Punkte. Da weder Transaktionskosten noch eine Performance Fee anfallen und die Depotführung kostenlos ist, gibt es die vollen 6 Punkte für weitere Kosten.

2 Anlagestrategie

25/25
Punkte
OSKAR bietet fünf Risikostufen an, benannt nach der Aktienquote von OSKAR 50 bis OSKAR 90. Das Portfolio kombiniert Aktien mit einem Sicherheitsbaustein aus Anleihen und Gold – OSKAR 50 beispielsweise mit 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen und Gold. Damit deckt OSKAR im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern im Test mehr als zwei Anlageklassen ab und streut weltweit. Die Zuordnung zur passenden Stufe erfolgt über einen Anlagefragebogen. Beim Rebalancing ist OSKAR ungewöhnlich transparent: Der Abgleich erfolgt nicht in festen Zeitintervallen, sondern bedarfsorientiert und automatisiert, sobald die Abweichung von der Zielallokation größer als sechs Prozent ist. Diese Regel ist öffentlich nachvollziehbar dokumentiert. **Punktevergabe (25/25):** Die weltweite Streuung über Aktien, Anleihen und Gold erfüllt das Kriterium "mehrere Anlageklassen" und bringt die vollen 10 Punkte. Der Fragebogen mit fünf Risikostufen erreicht genau die geforderte Mindestzahl und ergibt die vollen 8 Punkte. Das automatische Rebalancing mit öffentlich dokumentierter Sechs-Prozent-Schwelle bringt die vollen 7 Punkte. OSKAR ist damit einer von zwei Anbietern mit voller Punktzahl in diesem Kapitel.

3 Transparenz & Nachweis

11/18
Punkte
Hier zeigt OSKAR die deutlichste Schwäche. Der Anbieter kommuniziert vor allem Renditeerwartungen – etwa 4,35 % p.a. für OSKAR 50 und 5,78 % p.a. für OSKAR 90 im mittleren Szenario. Das sind Prognosen, keine realisierten Ergebnisse. Einen durchgängigen, öffentlich zugänglichen Nachkosten-Track-Record je Risikostufe über mindestens drei Jahre konnten wir auf den Anbieterseiten nicht auffinden; belastbare Langzeitdaten stammen überwiegend aus Echtgeld-Tests Dritter. Die Anlagestrategie-Seiten beschreiben die Portfoliostruktur nach Anlageklassen, eine vollständige Liste der eingesetzten Fonds mit ISIN ist vor Vertragsabschluss nicht öffentlich einsehbar. Die Kostenseite ist dagegen sauber: Die Gebührenstaffel und die Produktkosten von 0,14 % p.a. stehen zusammen. **Punktevergabe (11/18):** Da OSKAR schwerpunktmäßig Renditeerwartungen statt eines realisierten Nachkosten-Track-Records je Risikostufe veröffentlicht, vergeben wir bei der Wertentwicklung nur 4 von 8 Punkten. Für die Offenlegung auf Ebene der Anlageklassen ohne ISIN-Liste gibt es 3 von 6 Punkten. Die gemeinsame Darstellung von Gebührenstaffel und Produktkosten bringt die vollen 4 Punkte.

4 Zugang & Flexibilität

11/15
Punkte
Die Mindestanlage beträgt 1.000 Euro. Sie entfällt allerdings, wenn stattdessen ein Sparplan über mindestens 25 Euro monatlich eingerichtet wird – für Sparplananleger ist der Einstieg damit praktisch hürdenfrei. Wir bewerten die formal ausgewiesene Mindestanlagesumme. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht, Kunden kommen jederzeit an ihr Guthaben. Ein- und Auszahlungen sowie Sparplanänderungen lassen sich direkt in der App vornehmen. Einen frei wählbaren Ausführungsrhythmus für den Sparplan konnten wir nicht belegen. **Punktevergabe (11/15):** Die Mindestanlage von 1.000 Euro fällt in die Stufe "≤ 1.000 €" und bringt 4 von 6 Punkten. Der Sparplan ab 25 Euro erfüllt die Mindestrate, ein frei wählbarer Rhythmus ist nicht dokumentiert – dafür gibt es 3 von 5 Punkten. Da keine Mindestlaufzeit besteht und Teilentnahmen jederzeit möglich sind, vergeben wir die vollen 4 Punkte.

5 Sicherheit & Service

10/10
Punkte
Die Depotführung erfolgt bei der Baader Bank mit Sitz in Deutschland, die der Aufsicht der BaFin unterliegt. Die Kundenwertpapiere werden als Sondervermögen geführt. Damit erfüllt OSKAR die höchste Stufe unseres Sicherheitskriteriums. Eine App für iOS und Android ist verfügbar und deckt Einzahlungen, Auszahlungen und Sparplanänderungen vollständig ab; ergänzend gibt es ein Webportal. Der Kundenservice ist telefonisch auf Deutsch erreichbar und schnitt in einem unabhängigen Servicevergleich mit 83,0 Punkten gut ab. Bei Trustpilot kommt OSKAR auf 4,6 Sterne aus 4.214 Bewertungen (Stand September 2026) und damit auf die höchste Bewertungszahl unter den Robo-Advisorn. **Punktevergabe (10/10):** Deutsche Depotbank (Baader Bank) und BaFin-Aufsicht ergeben die vollen 5 Punkte. App für iOS und Android plus Webportal bringen die vollen 3 Punkte. Die telefonische Beratung auf Deutsch ergibt die vollen 2 Punkte.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Breites Anlageuniversum mit Aktien, Anleihen und Gold statt nur zwei Anlageklassen
  • Sehr niedrige Produktkosten von 0,14 % p.a. bei den klassik-Strategien
  • Öffentlich dokumentierte Rebalancing-Regel mit Sechs-Prozent-Abweichungsschwelle
  • Mindestanlage entfällt bei Einrichtung eines Sparplans ab 25 Euro monatlich
  • Sehr gute Kundenbewertungen: 4,6 Sterne bei Trustpilot aus über 4.200 Bewertungen

Nachteile

  • Servicegebühr von 1,0 % p.a. unter 10.000 Euro ist die höchste Einstiegsgebühr im Testfeld
  • Kein öffentlich zugänglicher Nachkosten-Track-Record je Risikostufe über drei Jahre
  • Kommunikation stützt sich stark auf Renditeerwartungen statt realisierter Ergebnisse
  • Vollständige Fondsliste mit ISIN vor Vertragsabschluss nicht einsehbar
  • Günstigste Gebührenstufe greift erst ab 50.000 Euro Anlagevolumen

Fazit: OSKAR im Test

77/100
Gut (2,1)

OSKAR erreicht 77 von 100 Punkten und hat mit der vollen Punktzahl bei der Anlagestrategie das inhaltlich stärkste Portfoliokonzept im Test, inklusive Gold und klar dokumentiertem Rebalancing. Gebremst wird das Ergebnis durch die mit 1,0 % p.a. hohe Einstiegsgebühr und die fehlende Veröffentlichung realisierter Renditen je Risikostufe. Für Sparplananleger mit langem Horizont und Depots ab 50.000 Euro ist OSKAR interessant, für kleine Einmalanlagen zu teuer.

Wie sind deine Erfahrungen mit OSKAR? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

Zu den OSKAR Erfahrungen
Zu OSKAR