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MeinBroker im Test 2026

Wie gut ist MeinBroker wirklich?

37/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10
37/100
Punkte

MeinBroker wird von der Kaiser Global Invest GmbH aus Hamburg betrieben (HRB 146660) und ist ein vertraglich gebundener Vermittler im Haftungsdach der ATVANTIS Asset Management GmbH mit der BaFin-Registernummer 80171176. Trotz der im Angebot enthaltenen CFDs und Forex-Positionen liegt der Schwerpunkt auf dem Handel echter Wertpapiere an über 130 Börsenplätzen. Wir bewerten MeinBroker deshalb nach unserer Depot-Methodik und nicht nach der Methodik für CFD- und Forex-Broker.

Die Highlights unseres MeinBroker Tests

  • MeinBroker erreicht im Test 37/100 Punkte.
  • Das Wertpapierdepot ist kostenlos, ein Girokonto beim Anbieter ist nicht erforderlich.
  • Europäische Aktien kosten 3,79 Euro je Order, US-Aktien beginnen bei 2 US-Dollar.
  • Zu Sparplänen, mobiler App und kostenlosen Echtzeitkursen fehlen öffentliche Angaben – das kostet in mehreren Kapiteln Punkte.

1 Depotführungsgebühr

20/20
Punkte
Das Wertpapierdepot bei MeinBroker ist kostenlos. Eine laufende Depotgebühr oder eine an Bedingungen geknüpfte Befreiung gibt es nicht, was in diesem Kapitel die volle Punktzahl sichert. Ein Girokonto beim Anbieter ist ebenfalls nicht nötig. Ein- und Auszahlungen laufen über ein Referenzkonto bei der eigenen Bank, sodass keine zusätzliche Kontoverbindung erforderlich ist. **Punktevergabe (20/20):** Für die kostenlose Depotführung gibt es 15 Punkte, für das nicht benötigte Girokonto weitere 5 Punkte.

2 Handelskosten

5/25
Punkte
Die Preisliste ist übersichtlich: Aktien in Europa kosten 3,79 Euro je Order, US-Aktien beginnen bei 2 US-Dollar. Für Derivate nennt MeinBroker 1,89 Euro je Option, 1,89 Euro je Future, 2,29 Euro je Optionsschein und 2,99 Euro je CFD, Forex wird ab 0,1 Pips gehandelt. Eine Einmalanlage über 500 Euro an einer europäischen Börse kostet damit 3,79 Euro. Deutsche Handelsplätze inklusive Xetra sind erreichbar, was für den Kauf liquider ETFs wichtig ist. Ein Sparplanangebot mit ausgewiesenen Ausführungskosten ist öffentlich nicht dokumentiert, weshalb wir bei diesem Kriterium keine Punkte vergeben können. **Punktevergabe (5/25):** Ohne belegbares Sparplanangebot entfallen die 12 Punkte für die Ausführungskosten eines 400-Euro-ETF-Sparplans. Die 500-Euro-Order liegt mit 3,79 Euro zwischen 3 und 7 Euro und bringt 2 von 10 Punkten, die mögliche Xetra-Order die vollen 3 Punkte.

3 Sparplanangebot

0/20
Punkte
Zu ETF- oder Aktiensparplänen macht MeinBroker keine öffentlichen Angaben. Weder eine Anzahl sparplanfähiger Wertpapiere noch kostenlose Sparpläne oder eine Mindestsparrate sind dokumentiert. Wir vergeben deshalb in allen drei Kriterien die niedrigste Stufe und weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich um fehlende Angaben handelt. Der Anbieter positioniert sich über den Zugang zu vielen Börsenplätzen und persönlichen Service, nicht über den automatisierten Vermögensaufbau. Anleger, die monatlich eine feste Rate investieren möchten, müssten jede Ausführung manuell als Einzelorder aufgeben und dabei die reguläre Ordergebühr zahlen. **Punktevergabe (0/20):** Weil weder Sparplananzahl noch kostenlose Sparpläne noch eine Mindestsparrate belegbar sind, bleibt dieses Kapitel bei 0 von 20 Punkten.

4 Produktangebot

8/15
Punkte
MeinBroker wirbt mit dem Zugang zu über 130 Börsenplätzen weltweit. Bei Aktien liegt das Angebot damit klar über der obersten Schwelle unserer Methodik. Die konkrete Anzahl handelbarer ETFs veröffentlicht der Anbieter dagegen nicht, weshalb wir bei diesem Kriterium keine Punkte vergeben können. Anleihen sind ebenso handelbar wie Derivate in Form von Optionen, Futures, Optionsscheinen und CFDs. Kryptowährungen konnten wir nicht als handelbar belegen, sodass beim kombinierten Kriterium die mittlere Stufe greift. **Punktevergabe (8/15):** Weil die Anzahl handelbarer ETFs nicht veröffentlicht ist, gibt es dort 0 von 6 Punkten. Für die über 130 Börsenplätze und das entsprechend breite Aktienangebot vergeben wir 6 von 6 Punkten, für zwei von drei Kategorien bei Krypto, Derivaten und Anleihen 2 von 3 Punkten.

5 Zinsen & Extras

0/8
Punkte
Eine Verzinsung nicht investierter Guthaben auf dem Verrechnungskonto weist MeinBroker öffentlich nicht aus. Bei einem Zinsniveau, bei dem Wettbewerber 2 bis 3 Prozent auf das Verrechnungskonto zahlen, ist das ein spürbarer Nachteil für Anleger, die zeitweise größere Liquidität halten. Einen Neukundenbonus gibt es ebenfalls nicht. Weder eine Prämie für die Depoteröffnung noch eine Übertragsprämie für den Wechsel von einem anderen Broker ist dokumentiert. **Punktevergabe (0/8):** Ohne belegbare Verzinsung des Verrechnungskontos 0 von 5 Punkten, ohne Neukundenbonus 0 von 3 Punkten.

6 Benutzerfreundlichkeit

0/8
Punkte
Eine eigene mobile App für iOS oder Android konnten wir für MeinBroker nicht belegen. Auch zu kostenlosen Echtzeitkursen macht der Anbieter keine öffentlichen Angaben. In beiden Kriterien vergeben wir deshalb die niedrigste Stufe – das ist eine Bewertung der Transparenz, nicht zwingend der tatsächlichen Leistung. Interessenten sollten diese Punkte vor der Depoteröffnung gezielt erfragen. Gerade die Frage, ob Echtzeitkurse im Preis enthalten sind oder als Marktdatenpaket je Börse abgerechnet werden, hat bei einem Anbieter mit über 130 Handelsplätzen erhebliche Kostenwirkung. **Punktevergabe (0/8):** Ohne belegbare mobile App 0 von 5 Punkten, ohne belegbare kostenlose Echtzeitkurse 0 von 3 Punkten.

7 Kundenservice & Sicherheit

4/4
Punkte
Telefonisch ist MeinBroker unter +49 40 882155612 erreichbar, der Anbieter wirbt mit persönlichem Service rund um die Uhr. Der Sitz der Kaiser Global Invest GmbH ist die Wollinerstraße 32 in 22143 Hamburg. MeinBroker ist kein eigenständig lizenziertes Institut, sondern ein vertraglich gebundener Vermittler im Haftungsdach der ATVANTIS Asset Management GmbH (BaFin-Registernummer 80171176). Für die aufsichtsrechtliche Haftung steht damit das Haftungsdach ein, nicht MeinBroker selbst – ein Unterschied, den Anleger kennen sollten. **Punktevergabe (4/4):** Für den kostenlosen deutschsprachigen Telefon-Support gibt es die vollen 4 Punkte.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Kostenloses Wertpapierdepot ohne Bedingungen
  • Zugang zu über 130 Börsenplätzen weltweit
  • Günstige Derivatekosten ab 1,89 Euro je Option oder Future
  • Deutschsprachiger Telefon-Support mit beworbener Erreichbarkeit rund um die Uhr
  • Kein Girokonto beim Anbieter erforderlich

Nachteile

  • Kein belegbares Sparplanangebot für ETFs oder Aktien
  • Anzahl handelbarer ETFs wird nicht veröffentlicht
  • Keine eigene mobile App belegbar
  • Keine Angaben zu kostenlosen Echtzeitkursen und zur Verzinsung des Verrechnungskontos
  • Kein eigenständig lizenziertes Institut, sondern vertraglich gebundener Vermittler im Haftungsdach

Fazit: MeinBroker im Test

37/100
Ausreichend (4,2)

MeinBroker bietet ein kostenloses Depot mit Zugang zu über 130 Börsenplätzen und günstigen Derivatekosten – für aktive Selbstentscheider durchaus brauchbar. Das Testergebnis leidet vor allem an fehlender Transparenz: Zu Sparplänen, ETF-Anzahl, App und Echtzeitkursen gibt es keine öffentlichen Angaben, und in unserer Methodik zählt nur, was belegbar ist. Für den langfristigen ETF-Sparplan ist der Anbieter nicht die richtige Wahl.

Wie sind deine Erfahrungen mit MeinBroker? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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