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Bitpanda im Test 2026

Wie gut ist Bitpanda wirklich?

BaFin-reguliert 79/100 Punkte
kosten.org Redaktion
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10
79/100
Punkte

Bitpanda ist ein österreichischer Krypto-Anbieter, der am 27. Januar 2025 als eines der ersten Unternehmen überhaupt eine MiCAR-Lizenz von der deutschen BaFin erhalten hat. Wir haben Bitpanda nach unserer Krypto-Methodik geprüft, also nach Handelskosten, Sicherheit und Regulierung, Angebot, Plattform sowie Steuern und Reporting. Bitpanda bietet daneben auch Aktien und ETFs an, das Kerngeschäft und der hier bewertete Bereich ist jedoch der Handel mit Kryptowerten.

Die Highlights unseres Bitpanda Tests

  • Bitpanda erreicht im Test 79 von 100 Punkten.
  • MiCAR-Lizenz der BaFin vom 27. Januar 2025 – erteilt von der Aufsicht, in deren Zuständigkeit der deutsche Markt fällt.
  • Über 650 handelbare Kryptowerte, Sparpläne und Staking auf über 55 Coins.
  • Sämtliche Ein- und Auszahlungsgebühren wurden im Februar 2024 gestrichen; über Bitpanda Fusion sind Handelsgebühren ab 0,25 Prozent möglich.

1 Handelskosten

22/30
Punkte
Bitpanda fährt zwei Preismodelle. In der Standard-App gilt ein Broker-Modell ohne separate Ordergebühr: Die Kosten stecken im Kurs, Bitpanda nennt dafür 0,99 Prozent für Bitcoin und Stablecoins sowie 1,49 Prozent für die übrigen Kryptowerte (Stand 09/2026). Wer stattdessen Bitpanda Fusion nutzt, handelt über ein Orderbuch mit einer Gebührenstaffel, die in Stufe 1 bei 0,25 Prozent beginnt und bei sehr hohem Volumen bis auf 0,02 Prozent fällt. Fusion ist für registrierte Bitpanda-Nutzer ohne zusätzliches Konto direkt über die Web-App erreichbar. Bei den Zahlungswegen ist Bitpanda konsequent: Im Februar 2024 wurden sämtliche Ein- und Auszahlungsgebühren gestrichen, SEPA-Überweisungen in Euro sind in beide Richtungen kostenlos. Beim Spread ist die Bewertung zweigeteilt – auf Fusion liegt der variable Spread bei etwa 0,05 Prozent, in der Standard-App entspricht der eingepreiste Aufschlag mit 0,99 bis 1,49 Prozent dagegen einem deutlich höheren Wert. Bitpanda weist diese Aufschläge offen aus. **Punktevergabe (22/30):** Für die Taker-Gebühr vergeben wir 11 von 15 Punkten, weil über Fusion 0,25 Prozent erreichbar sind und Fusion allen Nutzern offensteht. Beim Spread gibt es 4 von 8 Punkten: Er wird ausgewiesen, liegt im Standardprodukt aber weit über 0,5 Prozent. Kostenlose SEPA-Ein- und -Auszahlungen ergeben die vollen 7 Punkte.

2 Sicherheit & Regulierung

20/28
Punkte
Bitpanda hat am 27. Januar 2025 die MiCAR-Lizenz von der deutschen BaFin erhalten und kann seine Dienste damit in allen 27 EU-Mitgliedstaaten anbieten. Bemerkenswert ist die Wahl der Aufsicht: Bitpanda hat die Lizenz nicht bei der österreichischen FMA, sondern bei der BaFin beantragt, wo bereits eine Erlaubnis für Deutschland bestand. Für deutsche Anleger ist das der bestmögliche Regulierungsstand. Bei der Verwahrung gibt Bitpanda an, den Großteil der Kryptowerte offline im Cold Storage zu halten; nur ein kleiner, zusätzlich abgesicherter Teil verbleibt im Hot Wallet. Fiat-Guthaben sind über die Einlagensicherung Austria bis 100.000 Euro geschützt. Einen veröffentlichten Deckungsnachweis in Form eines Proof-of-Reserves, wie ihn Kraken oder Bitvavo vorlegen, konnten wir für Bitpanda nicht finden – wir vergeben deshalb nur die mittlere Stufe. Auf Kontoebene sind zeitbasierte Einmalpasswörter und Mehr-Faktor-Authentifizierung dokumentiert; eine Whitelist für Auszahlungsadressen oder konfigurierbare Auszahlungssperren konnten wir nicht belegen. **Punktevergabe (20/28):** Die MiCAR-Lizenz der BaFin ergibt die vollen 12 Punkte. Für die Verwahrung gibt es 5 von 10 Punkten, weil Cold Storage angegeben, aber kein Nachweis veröffentlicht wird. Bei der Kontosicherheit vergeben wir 3 von 6 Punkten: Zwei-Faktor-Authentifizierung ist belegt, weitere Schutzfunktionen wie Adress-Whitelisting sind es nicht.

3 Angebot

18/18
Punkte
Bitpanda ermöglicht den Handel mit Bitcoin und mehr als 650 weiteren Kryptowährungen; Bitpanda Fusion bietet zudem über 2.000 Handelspaare. Da Bitpanda ein Euro-Anbieter ist, werden die Werte direkt gegen Euro gehandelt – der bei US-Börsen übliche Umweg über Dollar-Stablecoins entfällt. Bei den Zusatzprodukten ist Bitpanda breit aufgestellt. Über Bitpanda Savings lassen sich Sparpläne auf Kryptowährungen, Aktien, ETFs und Krypto-Indizes einrichten. Staking ist derzeit für über 55 Coins möglich, die Rewards werden wöchentlich ausgeschüttet. **Punktevergabe (18/18):** Über 650 handelbare Kryptowerte ergeben die vollen 8 Punkte. Der durchgängige Euro-Handel bringt die vollen 5 Punkte. Sparpläne und Staking zusammen ergeben die vollen 5 Punkte.

4 Plattform & Bedienung

12/14
Punkte
Als österreichischer Anbieter liefert Bitpanda eine durchgängig deutschsprachige Weboberfläche und Apps für iOS und Android. Die Bedienung ist auf Einsteiger ausgelegt, Bitpanda Fusion richtet sich an aktivere Nutzer. Auf Fusion stehen fünf Ordertypen zur Verfügung: Limit-, Market-, Stop-Limit-, Stop-Market- und Take-Profit-Limit-Order. Damit ist die Anforderung an eine Palette über Limit und Market hinaus klar erfüllt. Eine öffentliche Statusseite betreibt Bitpanda unter status.bitpanda.com samt Echtzeitdaten und Störungshistorie; dort sind laufend einzelne Vorfälle dokumentiert, etwa wenn ein Coin in den Wartungs- oder Nur-Handel-Modus versetzt wird. **Punktevergabe (12/14):** Deutschsprachige Oberfläche plus Apps für beide Systeme ergeben die vollen 6 Punkte. Die fünf Ordertypen auf Fusion bringen die vollen 4 Punkte. Für die Verfügbarkeit vergeben wir 2 von 4 Punkten: Statusseite vorhanden, vereinzelte Störungen dokumentiert.

5 Steuern & Reporting

7/10
Punkte
Bitpanda arbeitet mit dem Steuertool Blockpit zusammen. Per Single Sign-on lässt sich das Bitpanda-Konto in Sekunden verbinden, anschließend werden alle Bitpanda-Transaktionen automatisch importiert und in einen für das deutsche Finanzamt aufbereiteten Report überführt. Die Angaben zu den Kosten sind allerdings uneinheitlich: Zum Start der Kooperation war von einem kostenlosen Steuerreport für alle Bitpanda-Nutzer die Rede, aktuellere Quellen nennen lediglich einen Rabatt von 10 Prozent auf Blockpit-Reports. Wir vergeben deshalb nur die Stufe für eine Kooperation mit einem Steuertool. Der Datenexport ist unproblematisch: Bitpanda stellt einen CSV-Export der Transaktionen bereit, zusätzlich existiert eine dokumentierte Programmierschnittstelle, über die Steuertools die Daten automatisiert abholen. **Punktevergabe (7/10):** Für den Steuerreport gibt es 3 von 6 Punkten, weil die kostenfreie Bereitstellung eines fertigen Reports nicht eindeutig belegbar ist, die Kooperation mit Blockpit dagegen schon. CSV-Export und API zusammen ergeben die vollen 4 Punkte.

Vorteile & Nachteile im Überblick

Vorteile

  • MiCAR-Lizenz direkt von der BaFin, erteilt am 27. Januar 2025
  • Keinerlei Ein- und Auszahlungsgebühren seit Februar 2024
  • Über 650 Kryptowerte, alle direkt gegen Euro handelbar
  • Sparpläne auf Krypto, Aktien, ETFs und Indizes sowie Staking auf über 55 Coins
  • Durchgängig deutschsprachige Oberfläche und App, Kooperation mit Blockpit für die Steuererklärung

Nachteile

  • In der Standard-App zahlen Nutzer 0,99 bis 1,49 Prozent über den eingepreisten Aufschlag – günstig wird es erst über Bitpanda Fusion
  • Kein veröffentlichter Proof-of-Reserves oder vergleichbarer Deckungsnachweis
  • Adress-Whitelisting und konfigurierbare Auszahlungssperren nicht belegbar
  • Unklare Kommunikation, ob der Blockpit-Steuerreport kostenlos ist oder nur rabattiert

Fazit: Bitpanda im Test

79/100
Gut (2,0)

Bitpanda erreicht 79 von 100 Punkten. Beim Regulierungsstand ist der Anbieter das Maß der Dinge im Testfeld, bei Angebot und Bedienung ebenfalls stark – Abzüge gibt es für den teuren Standardtarif und für fehlende Nachweise zu Verwahrung und Kontosicherheit. Bitpanda passt für Anleger, die alles aus einer deutschsprachigen App heraus erledigen wollen und bereit sind, dafür auf Fusion umzusteigen.

Wie sind deine Erfahrungen mit Bitpanda? Lass gerne andere Leser an deiner Erfahrung teilhaben.

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